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Datum: 25.03.2009
FDP verurteilt Streichung der Betreuerpauschale
Region Hannover; Mit Betroffenheit hat die FDP-Regionsfraktion auf die Streichung der Anerkennungsbeiträge für ehrenamtliche Betreuer reagiert. In der Regionsversammlung ist soeben eine entsprechende Beschlussdrucksache mit den Stimmen von SPD und Grünen verabschiedet worden.
„Anstatt der verdienten Wertschätzung, Ermutigung und Motivation wird die Arbeit der ehrenamtlichen Betreuer erschwert“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Anja Baumann de la Cruz Quintero. Dass die Region sparen müsse, sei klar, es gäbe aber genügend andere Einsparpotentiale in dem rund 1,3 Milliarden € umfassenden Verwaltungshaushalt.
Die rot-grüne Mehrheitsgruppe in der Regionsversammlung habe bewusst in Kauf genommen, dass die gesamtgesellschaftlichen Kosten steigen werden, wenn verärgerte ehrenamtliche Betreuer durch Berufsbetreuer ersetzt werden müssen. Diese Mehrkosten habe dann aber nicht mehr die Region Hannover, sondern das Land Niedersachsen zu tragen. Dies sei ein ärgerliches, technokratisches Vorgehen, welches die menschliche Komponente gänzlich unberücksichtigt ließe: Vielen Mittellosen, Hilflosen, Schwerstkranken und behinderten Menschen würden ohne Not die Vertrauenspersonen entzogen.
„Deshalb hoffen wir sehr, dass sich die ehrenamtlichen Betreuer trotz alledem nicht entmutigen lassen und ihre wichtige Aufgabe auch unter den schlechteren Bedingungen weiterführen“, erklärt Baumann de la Cruz Quintero.
Parallel kämpft der Bundesrat auf Betreiben der Niedersächsischen Landesregierung darum, den Steuerfreibetrag der ehrenamtlichen Betreuer von 500 auf 2.100 € pro Jahr zu erhöhen.
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