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Datum: 22.04.2008
FDP kritisiert Projekt »Hannoversche Moorgeest«
Giese: »Gesundheitsgefahren und Schadensersatzregelungen völlig unklar«
Nachdem der Landvolkkreisverband sowie die betroffenen Wasser- und Bodenverbände und Realverbände aus dem Naturschutz-Großprojekt »Hannoversche Moorgeest« ausgestiegen sind, hat die FDP-Regionsfraktion erhebliche Zweifel, ob die Weiterführung dieses Projektes noch befürwortet werden kann.
»Die Sorgen und Ängste der betroffenen Landwirte und Grundstückseigentümer in den Kern- und Randbereichen dieses Projektes sind bisher nicht ausreichend berücksichtigt worden«, kritisiert die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion Andrea Giese aus der Wedemark. Die Liberalen hatten von Anfang an gefordert, dass diese in persönlichen Gesprächen vom Projektträger umfassend über Risiken und Schadensersatzmaßnahmen informiert werden müssen.
»Die Regionsverwaltung hat diese Aufgabe bisher sträflich vernachlässigt, obwohl das Projekt schon über ein Jahr in der Planungsphase steckt«, so Giese. Die FDP-Regionsfraktion will durch eine Anfrage die Regionsverwaltung dazu bringen, endlich konkrete Aussagen zu möglichen Gesundheitsgefahren für die betroffene Bevölkerung zu treffen und Schadensersatzregelungen für die betroffenen Grundstückseigentümer zu präsentieren.
Wenn diese offenen Fragen nicht für alle Betroffenen befriedigend beantwortet werden können, ist die Zustimmung der FDP-Regionsfraktion zu diesem Naturschutz-Großprojekt, das ausschließlich aus Steuergeldern von Bund, Land und Region Hannover in Höhe von insgesamt rd. 6 Mio. € finanziert werden soll, nicht mehr möglich.
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